Vorstand gesucht

Die TG Rote Erde Schwelm sucht einen neuen Vorstand!

Nach über 12 Jahren im Vorstand geben Diedrich Franke, Thomas Kaschny und Klaus Rauhaus ihr Amt ab. lesen Sie weiter...

6. Herbst-Meeting Hagen - 9 Mal Gold, 15 Mal Silber, 13 Mal Bronze

6. Herbst-Meeting des TSV Hagen 1860

am 29.08.2020 im Ischelandstadion.

Das hat Spaß gemacht! Mit dem ersten Teil des 6. Herbstmeeting des TSV Hagen 1860 meldete  sich die Leichtathletik im Kreis 13 Ennepe-Ruhr/Hagen am Samstag aus der langen coronabedingten Wettkampfpause zurück. Die Leistungen, die im Ischelandstadion gezeigt wurden,  bewiesen, dass Vereine und Athleten trotz der zahlreichen Trainings-, Abstands- und Hygieneauflagen  in der Zwischenzeit nicht faul gewesen waren. Sage und schreibe 80 Wettbewerbe wurden ausgetragen, wobei der TSV das Programm coronabedingt bereits gestrafft hatte, beispielsweise auf Staffeln und Hürden-Sprint ganz verzichtete, und vor allem die technischen Wettbewerbe der älteren Jahrgänge auf den nächsten Samstag verschoben hat.

Bei der Meldezahl konnte Susanne Schardt vom TSV dagegen mit 250 Athleten ein Rekordergebnis verzeichnen. Meldungen kamen nicht nur von den acht Vereinen aus dem EN-Kreis und aus Hagen, sondern von sage und schreibe 26 anderen Vereinen. Sogar ein Starter aus den Niederlanden (Fortuna Vlaardingen) und einer vom SSV Ulm war neben Athleten aus dem Ruhrgebiet, dem Sauerland und auch dem Bereich Nordrhein dabei. Von überall gab es Lob für die vorzügliche Ausrichtung und das Hygieneschutzkonzept, das der TSV, unterstützt vom Leichtathletikkreis ausgearbeitet und auch konsequent umgesetzt hatte.

Einen hervorragenden Eindruck konnten auch unsere Athleten machen. Mit 19 Startern waren wir hinter dem Veranstalter mit am stärksten vertreten und konnten uns auch im Medaillenspiegel der Kreismeisterschaften mit neun Titeln sehr gut platzieren.

Gewohnt stark dabei unsere Mädchen U 11 mit den Zwillingen Thalia und Elisa Rabe sowie Eva Stemmann. Dass „nur“ ein Kreismeistertitel durch Thalia im Hochsprung mit persönlicher Bestleistung von 1,26 m heraussprang (Schwester Elisa wurde mit ebenfalls ganz starken 1,23 m Zweite) lag vor allem an der starken Konkurrenz durch die Hagenerin Ana Kopecki, die unseren Mädels dreimal den ersten Platz wegschnappte. Im Weitsprung lagen Thalia als Zweite mit glatten 4,00 Metern und Elisa als Dritte mit 3,87 m nur wenige Zentimeter hinter Ana. Ihre vor einer Woche in Siegburg aufgestellten Bestleistungen, die hier wie über 50 m zum Sieg gereicht hätten, konnten die Zwillinge dabei nicht ganz erreichen. Das kann an der Anlage, an den Bedingungen oder auch mal an der Tagesform liegen“, wollten die Trainer Lisa Sieberg, Klaus Rauhaus, Jens Kallmerten und Günter Hiege, dabei nicht spekulieren, die Zwillingen lieferten wie auch Eva wieder gute Wettkämpfe ab. Auch über 50 m lagen Thalia, die als Zweite die 8,0-Sekunden-Grenze nur knapp übertraf und Elisa als Dritte nur um einen Hauch hinter Ana Kopecki. Über 800m hatten sie dann in der Breckerfelderin Lena Lange eine ganz starke Konkurrentin, zeigten zum Abschluss des Tages dennoch noch einmal ein ganz starkes Rennen. Hier lag Elisa Zweite in guten 2,53 Minuten dann auch einmal vor ihrer Schwester. Thalia unterstrich einmal mehr ihren Ruf als Wettkampftyp und rollte das Feld auf der Schussrunde noch einmal von hinten auf. So sicherte sie sich noch Platz drei.

Eva Stemmann konnte nach ihren vierten Plätze im Weitsprung und im Sprint beim Ballwurf eine Medaillenplatzierung erringen. Mit 29,5 Metern lag sie nur einen halben Meter hinter der Siegerin, die auch hier Ana Kopecki  hieß.

Mit drei Kreismeistertitel zeigte mit Lena Sophie Bleck ein weiteres RE-Talent erstmals ihr Potenzial. Die Neunjährige dominierte Ihre Altersklasse W9 in der sie mit Mia Bleich eine starke Konkurrentin aus dem eigenen Lager hat und mit Amelie Barrenstein eine weitere Vereinskollegin, die viel Freude am Wettkampf entwickelt. Lena Sophie setzte sich zum Auftakt beim Ballwurf mit einem tollen sechsten und letzten Versuch auf 22 Meter noch vor Mia, die mit 19 Metern Zweite wurde. Sowohl über 50m als auch bei ihrem souveränen Auftritt über 800 Meter stürmte Lena Sophie dann in ihrem typischen Laufstil (am Armeinsatz wird sie mit den Trainern noch arbeiten) überlegen als Erste ins Ziel. Über 800 Meter wurde Mia auch hier nach einer tollen Leistung nur knapp hinter Lena Sophie in 3:12 Minuten Zweite. Nach Platz drei über 50 m lag Mia dann im Weitsprung als Zweite mit guten 2,96m auch einmal vor Lena Sophie. Die hätte mit ihrem letzten Versuch die Konkurrenz wohl noch übertrumpft, fiel aber mit dem Po zurück in die Grube, was dennoch 2,81 m und Platz drei bedeutete.

Amelie Barrenstein arbeitete sich sehr gut in den Wettkampf, erreichte mit 12,5 m im Ballwurf und 10,38 sec über 50 m ein gutes Ergebnis, das Motivation für weitere Auftritte sein sollte.

Anni Schulte zweifelte bei den jüngeren Mädchen W8 schon etwas an sich, weil sie sich regelmäßig von einigen Konkurrentinnen überflügelt sah – die waren aber fast alle älter als sie, denn W8 und W9 wurden im Wettkampf in einem großen Feld zusammengefasst. So durfte sich Anni am Ende wohl unverhofft über Kreismeistertitel im Weitsprung (2,63m) und 50m (9,70 sec) freuen. Über 800 m wurde sie noch Zweite,  im Ballwurf Dritte. Toll! Laura Jochems bestritt ebenfalls in der W8 ihren ersten Wettkampf und hätte im Weitsprung fast noch Medaillenpatz drei erobert. Am Ende fehlten ihr dazu mit 2,45 m nur vier Zentimeter.

Die Riege der starken RE-Mädchen setzte sich in der W10 fort, wo mit Maja Günther, Svenja Kuls und Lia Ruthmann ebenfalls ein starkes Trio am Start war. Lia wurde über 50 m gute Zweite sowie  über 800 m und im Weitsprung Dritte. Svenja wäre unter normalen Umständen als Dritte über 50 m und Zweite im Weitsprung (3,29 m) auch aufs Treppchen gestiegen, doch eine Siegerehrung gab es diesmal wegen der Hygienebestimmungen nicht. Maja Günther zeigte einen ganz tollen 800-Meter-Lauf, auch wenn nachher die Tränen flossen, weil es so anstrengend gewesen war. Aber sie hielt genau wie Lia durch und wurde noch vor ihr Zweite.  Platz drei im Ballwurf und Platz vier im Weitsprung rundeten ihr gutes Ergebnis ab.

Mit Emily Vorberg und Emma Knappe hatten wir in der W13 ein Duo am Start, sammelte  über 75 m und im Weitsprung wertvolle Wettkampferfahrung, wobei Emily mit 3,34m eine persönliche Bestleistung aufstellte.

In der M 10 ließ sich Tom Schulte nicht entmutigen, auch wenn es im Weitsprung als Fünfter und im Sprint als Vierter noch nicht zu einem Top-Drei-Platz gereicht hatte. Dafür rannte er dann über 800 m tapfer der älteren Konkurrenz mit einem gewaltigen Zwischenspurt davon, musste dem Tempo zwar später Tribut zollen und wurde von zwei älteren Läufern noch überholt, doch er hielt bis ins Ziel durch und wurde dort in 2:54,99 Minuten mit dem Kreismeistertitel in seiner Altersklasse belohnt.

Kreismeisterin wurde bei ihrem einzigen Start auch Joanna Wälter. Mit guten 21,96 m war sie im Speerwurf der W14 die Beste.

Für den neunten Titel für RE Schwelm sorgte Daniel Sieberg, der nun in der U 18 antreten muss. Über 200 m war sein Rennen zwar nicht optimal, doch in 25,89 sec war niemand in seiner Altersklasse schneller. Im Speerwurf hatte er es dann mit einer kleinen aber bärenstarken Hagener Konkurrenz zu tun. Daniel blieb bei den meisten Würfen unter seinen Möglichkeiten, brachte mit 38,72 m aber zumindest einen zufriedenstellenden Versuch auf den Rasen und wurde Zweiter der U 18.

Schwester Lisa Sieberg, die sich zunächst als Trainerin um die jungen Athletinnen gekümmert hatte, trat schließlich auch noch als Wettkämpferin auf. Den selbst mitgebrachten Speer schleuderte die 20-Jährige auf neue persönliche Bestweite von 22,17 m und durfte sich über eine Silbermedaille in ihrer Altersklasse freuen, auch wenn sie als Vierte bei den Frauen (ja sie ist nun in dieser Altersklasse angekommen) einen Medaillenrang knapp verpasste.

Vier Medaillenränge sind dann noch nachzutragen. Drei sicherte sich Benjamin Winkler, der bei den Jungen M9 die RE-Farben gut vertrat. Gute 25 Meter reichten ihm im Ballwurf zu Platz drei. Im Weitsprung verfehlte er mit 2,89m die 3-Meter-Marke zwar knapp, wurde aber ebenfalls mit Rang drei belohnt – so wie über 50 Meter, wo er nach 9,30 Sekunden im Ziel war.

Nicht zu vergessen Ben Brüssow, der gegen starke Konkurrenz in der M15 einen gute Eindruck hinterließ. 14,19 Sekunden über 100 m bedeuteten für ihn Platz fünf. Im Weitsprung reichten 4,50 Meter zum Silberrang im Kreis.

Alle Ergebnisse unter www.cosa-software.de/veranstaltungen/2020021